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Gästeübernachtungen erreichen Rekordwert:
497,5 Mio. Übernachtungen in 2025 in Deutschland

17.04.2026 #FaktenFreitag

Die Tourismusbranche in Deutschland kann sich über einen neuen Rekord bei den Gäste-Übernachtungen freuen: 497,5 Millionen Menschen machten es sich 2025 nach Angaben des Statistisches Bundesamt (Destatis) in hiesigen Beherbergungsbetrieben* bequem. Das sind 0,3 Prozent mehr als 2024.

Der Ausblick für 2026 gestaltet sich schwierig: Für enorme Unwägbarkeiten sorgen Kriege und andere geopolitische Konflikte.

Doch zunächst zum Spitzenjahr 2025 im Inlandstourismus: Besonders positiv entwickelte sich die Übernachtungszahl von Gästen aus dem eigenen Land. Sie stieg im Vergleich zu 2024 um 0,7 Prozent auf 413,7 Millionen. Dagegen sank die Zahl der Übernachtungen von ausländischen Gästen schon 2025. Mit 83,8 Millionen lag sie um 1,8 Prozent niedriger als 2024. Das hatte jedoch einen sportlichen Grund: 2024 lockte die Fußball-EM viele Menschen aus dem Ausland nach Deutschland.

Ein genauer Blick auf die gewählten Unterkünfte in Deutschland im Jahr 2025 zeigt:

  • Campingplätze werden immer beliebter: Um 4,2 Prozent stieg die Zahl der Übernachtungen 2025 gegenüber 2024. Verglichen mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 waren es sogar 24,9 Prozent mehr.
  • Hotels, Gasthöfe und Pensionen mussten mit einem kleinen Minus leben (-0,4 Prozent gegenüber 2024).
  • Bei Ferienunterkünften gab es ein leichtes Plus von 0,2 Prozent.

Wie geht es 2026 für den Tourismus in Deutschland bzw. der Deutschen weiter? „Die globale politische Lage hat aktuell einen deutlichen Einfluss auf die Reiseplanung“, sagt Reinhard Meyer, Präsident des Deutscher Tourismusverband (DTV). Seine Einschätzung basiert auf einer repräsentativen Online-Umfrage zusammen mit dem Deutsches Institut für Tourismusforschung im Zeitraum vom 25. bis zum 30. März 2026.

Ergebnisse:

  • 16 Prozent der Deutschen ändern oder stornieren zurzeit ihre Reisepläne, auch aufgrund gestiegener Preise.
  • 79 Prozent meiden politisch instabile Reiseziele.
  • 72 Prozent planen einen Urlaub in den nächsten drei Monaten.
  • 41 Prozent reisen in Deutschland.

Die hohen Spritpreise setzten dem Deutschland-Tourismus zu, wie DTV-Präsident Meyer betont, „denn das Auto ist mit 73 Prozent das beliebteste Verkehrsmittel der Deutschen beim Reisen.“ Zu befürchten sei, dass Tages- und Wochenendausflüge ganz gestrichen werden. Und Letzteres hätte wiederum Folgen für die Übernachtungszahlen.

*Beherbergungsbetriebe, die in die Berechnung von DESTATIS einbezogen wurden, sind „Hotels, Gasthöfe und Pensionen, Ferienunterkünfte und ähnliche Beherbergungsstätten, Campingplätze und sonstige tourismusrelevante Unterkünfte) mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten beziehungsweise zehn Stellplätzen auf Campingplätzen“.

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