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Ein Binnenschiff ersetzt bis zu 400 Lkw

21.08.2026

 | Ulla Rettig

#FaktenFreitag

Bis zu 150 voll beladene Lkw sind nötig, um ein durchschnittliches Motorgüterschiff mit einer Tragfähigkeit von 3.000 Tonnen zu ersetzen. Diese Info aus dem  Bundesministerium für Verkehr (BMV) unterstreicht, wie wichtig die Binnenschifffahrt in Deutschland ist.

Auf dem Rhein „wuppen“ Containerschiffe sogar bis zu 400 Lkw-Ladungen, wie der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB) betont. „Hier fahren standardmäßig Binnenschiffe, die bis zu drei Leichter zusätzlich befördern können.“

Aktuell erleben wir, dass sich der Frachtverkehr nicht einfach von den Wasserwegen auf Straße und Schiene verlegen lässt. Abgesehen von deutlich höheren Kosten: Es mangelt an (Spezial-) Fahrzeugen, zum Beispiel für Mineralöl und Chemikalien, an Fahrern (hier herrscht ohnehin „Ebbe“), an freien Bahnstrecken etc. Lieferketten-Probleme mit all ihren Konsequenzen sind eine Folge.

Hinzu kommt der Umwelt-Aspekt: Binnenschiffe stoßen laut dem BDB weniger Schadstoffe aus als Lastkraftwagen. Die Rede ist von einem Drittel an Treibhausgasen je transportierter Tonne Fracht und Kilometer, verglichen mit einem Fernverkehrs-Lkw.

Die Situation auf dem Rhein ist kritisch genug. Gletscher-Wasser aus den Alpen sorgt dafür, dass die Lage nicht noch schlimmer wird. Doch der Klimawandel setzt Gletschern weltweit zu. Einige sind ganz verschwunden. „In heißen Phasen stammt bis zu einem Fünftel des Rheinwassers aus den Gletschern, normalerweise ist es nur ein kleiner einstelliger Prozentanteil“ wird Enno Nilson von der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BFG) auf quarks.de zitiert. Perspektivisch könnten also Phasen mit extrem niedrigem Rheinpegel „länger und intensiver werden“, so der WDR.

#Logistik #Lieferketten

 

Das Foto ist KI-generiert.

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