Die großen Ferien bedeuten für viele vor allem eins: Ab in den Urlaub! Doch bevor die Erholung startet, brauchen Reisende vor allem Geduld, denn zunächst stehen die meisten Urlauber im Stau.
Schon zum Start der Sommerferien 2026 in Nordrhein-Westfalen vor zwei Wochen zählte der ADAC 572 Staus, genauso viele wie im vergangenen Jahr. Allerdings betrug ihre Länge 1.351 Kilometer, rund 25 Prozent mehr als beim Ferienstart 2025.
Heute ziehen auch Bayern und Baden-Württemberg nach. Als letzte Bundesländer starten sie in die Sommerfrische. Ab Montag sind dann in ganz Deutschland Ferien, genauso wie in vielen Nachbarländern. Das Verkehrsaufkommen entlang der wichtigsten Reiserouten dürfte also besonders hoch werden.
Der ADAC erwartet schon ab heute viel Verkehr auf den Autobahnen in Bayern, besonders in Richtung Süden. Auch der Auto Club Europa (ACE) rechnet mit einem der staureichsten Wochenenden des Jahres. Kritisch soll es demnach von Freitagnachmittag bis Samstagvormittag werden, denn dann überschneiden sich Fernreiseverkehr, Pendler und Urlauber.
Baustellen bremsen zusätzlich
Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen wird es voraussichtlich auf Strecken zu beliebten Urlaubszielen geben, etwa in Richtung Alpen, Seen, Küsten und Mittelgebirge. Zusätzlich bremsen bundesweit derzeit 1.000 Baustellen den Verkehr zusätzlich aus.
Um Ausweichverkehr zu verhindern, kann es an besonders belasteten Strecken erneut Abfahrtssperren geben, wie der ADAC berichtet. Betroffen sind in Deutschland unter anderem Abschnitte der A7, A8, A93 sowie die B2/B23 bei Garmisch-Partenkirchen.
Geduld auch bei Auslandsreisen gefragt
Wer ins Ausland fährt, sollte laut ADAC ebenfalls Geduld einplanen. In Österreich sind unter anderem die West-, Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn staugefährdet. Auch Sanierungsarbeiten an der Luegbrücke sowie eine Protestaktion auf der Fernpassroute können zusätzliche Verzögerungen verursachen. In der Schweiz sind vor allem auf der Gotthardroute, der San-Bernadino-Route sowie auf den Autobahnen A1 und A3 lange Staus möglich. In Italien stockt der Verkehr vermutlich auf der Verlängerung der Brennerautobahn und den Streckenabschnitten zwischen der Schweizer Grenze, Mailand und Genua.
Weitere Quellen: Der Spiegel et al.