Ob klassisch mit Sauce Hollandaise, als Suppe oder im Salat: Jede Person in Deutschland ist im Durchschnitt rund 1,4 Kilogramm Spargel pro Jahr, so das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Trotzdem landet Spargel nur auf Platz 10 der beliebtesten Gemüse, was auch am Preis liegen könnte: Spargel der Handelsklasse eins kostet schon mal 20 Euro und mehr pro Kilo. Bruchspargel ist für etwa 12 Euro pro Kilo zu haben.
2025 wurden in Deutschland 103.900 Tonnen Spargel geerntet. Das sind 3,9 Prozent weniger als im Vorjahr und 8,5 Prozent weniger als noch vor zehn Jahren, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Im selben Zeitraum sank die Anbaufläche in Deutschland von 25.700Hektar im Jahr 2015 auf 22.500 Hektar (2025). Ein Minus von 12,5 Prozent.
Insgesamt nahm die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe, die Spargel anbauen, noch deutlicher ab, als Erntemenge und Anbaufläche vermuten lassen: 2025 gab es nur noch 1.350 Spargelbauern. Zehn Jahre zuvor waren es 1.900 gewesen. Das entspricht einem Rückgang um 29,3 Prozent, also um fast ein Drittel.
Die meisten Spargelbauern gibt es in diesen Bundesländern:
- 290 Betriebe in Bayern
- 265 in Nordrhein-Westfalen
- 210 in Baden-Württemberg
Die größten Anbauflächen befinden sich in
- Niedersachsen (4.300 Hektar),
- Nordrhein-Westfalen (4.100 Hektar)
- und Brandenburg (4.000 Hektar).
4.500 Tonnen des in Deutschland angebauten Spargels wurden 2025 exportiert. Auf der anderen Seite fanden sich 24.500 Tonnen importierter Spargel in heimischen Gemüseregalen, vor allem aus Spanien, Mexiko und Griechenland.